Prof. Dr. Heinz Siebenbrock

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Faires Management: Was ist das?

Als erfolgreiche Führungskraft muss man kein Ausbeuter und Abzocker sein. Eine faire, menschen- und umweltgerechte Führung steht dem Erfolg nicht im Weg. Warum aber wählen so viele Unternehmer, Manager, Abteilungs- und Teamleiter trotzdem einen ethisch fragwürdigen Führungsstil? Und was ist die Alternative?

Neue Wege der Mitarbeiterführung zu gehen bedeutet, die althergebrachten, infantilisierenden Methoden zu hinterfragen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe anzustreben. Der Workshop führt in die neuen Wege des Fairen Managements ein.

„Du musst kein Schwein sein!“

Da klangen „Die Prinzen“ im Jahr 1995 doch ganz anders:

„Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, Schwein sein!
Du musst gemein sein in dieser Welt, gemein sein!
Denn willst du ehrlich durchs Leben geh’n, ehrlich?
Kriegst ‘n Arschtritt als Dankeschön! Gefährlich!“

Obwohl es sich hier erkennbar um Satire handelt, ist der Glaube an die Wirksamkeit von „Zuckerbrot und Peitsche“ sehr weit verbreitet. Dieser Glaube fördert schlechtes Führungsverhalten.

Ein faires Management ist weit entfernt davon, den Menschen lediglich als Mittel zum Zweck, als bloßen Produktionsfaktor zu betrachten. Vielmehr spielen humanistische Werte wie Vertrauen, Nachhaltigkeit und Wertschätzung die Grundlage des Konzeptes.

Das Konzept Faires Management besteht aus vier Ebenen. Der Entwicklung eines persönlichen ethischen Kerns folgen die Leitlinien, die Aufgaben und Instrumente der Führung.

  1. Faire Führung basiert auf einem persönlichen, ethischen Kern. Wenn Sie sich bewusst machen, dass faire Führung nicht nur mehr Freude macht, sondern dass faire Führung sogar die eigene Lebensqualität und die Gesundheit steigert, werden Sie nach gründlicher Reflexion Ihren ethischen Kern klar bestimmen können. Für diese Reflexion sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen und einen stillen, ungestörten Ort aufsuchen. Versuchen Sie, Ihre derzeitige Lebenssituation zu beschreiben und zu bewerten. Nach dieser Positionsbestimmung denken Sie über den langen Weg nach, den Sie bisher gegangen sind. Welche Ereignisse haben Sie bis heute geprägt? Schließlich richten Sie Ihren Blick auf das, was kommen wird. Nun sind Sie es, der die Zukunft prägt! Welche Werte sind Ihnen dabei wichtig?
  2. Die Leitlinien sollen Ihnen helfen, auf dem Weg der fairen Führung voranzukommen. Eine wichtige Leitlinie lautet zum Beispiel: „Mitarbeiter beteiligen.“
  3. Es gibt nur wenige echte Führungsaufgaben. Dazu gehören die Mitarbeiterentwicklung, die Koordination, die Veränderung und die Festlegung von Zielen.
  4. Das wichtigste Führungsinstrument ist sicherlich das Gespräch. Darüber hinaus werden weitere Führungsinstrumente geübt. Organisation, Planung und Kontrolle sind aus der betriebswirtschaftlichen Ausbildung bekannt, während Improvisation, aktives Zuhören und systematische Müllabfuhr dort noch wenig Beachtung finden.
  • Prof. Dr. Heinz Siebenbrock – Hochschullehrer am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Bochum

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